Fahrerlose Transportsysteme (FTS)

Fahrerlose Transportsysteme (FTS)

In logistisch anspruchsvollen Bereichen werden zunehmend automatisierte Systeme für den Gütertransport eingesetzt. Im Krankenhausbereich kommen diesbezüglich aufgrund ihrer Flexibilität, Sicherheit und der im Vergleich zu industriellen Systemen niedrigen Installationsanforderungen Fahrerlose Transportsysteme (FTS) zunehmend zum Einsatz.

Ein FTS transportiert vollautomatisch sämtliche Güter, die in einem Krankenhaus zwischen zentralen Versorgungseinheiten wie z. B.

  • Küche
  • Lager, Apotheke
  • Wertstoff-/Müllsammlung
  • Wäscherei

und den Endverbrauchern wie z.B.

  • Untersuchungs- und Behandlungsbereiche
  • Allgemein- und Spezialpflegestationen

verfahren werden müssen. Die Besonderheit ist, dass aus ökonomischen Gründen die Fahrstrecken des FTS und die zu nutzenden Aufzüge genauso für Bettentransporte und vom Personal genutzt werden können.

Durch die Fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF) werden die zu transportierenden Container in der Regel in einer Versorgungsebene eines Krankenhauses horizontal bewegt und selbständig zu den entsprechenden Zielstationen in den einzelnen Ebenen transportiert. Hierzu unterfahren die FTF den jeweiligen Container und heben ihn zum Transport an. Dadurch besteht kein Kontakt des Containers mit dem Boden, wodurch eine Schmutz- und Keimverschleppung vermieden wird (im Unterschied zur früheren Technologie der gezogenen Containerwagen).

In den verschiedenen Funktionsstellen des Gebäudes sollte es Übergabestützpunkte geben, die jeweils an die Aufzugsgruppen angrenzen. Hier erfolgt die Übergabe bzw. Übernahme von geschlossenen Containerwagen des FTS an/von den/dem personengebundenen Transport durch Versorgungskoordinatoren der Funktionsstellen.

Die Zielkodierung der Containerwagen kann entweder über einen am Containerwagen angebrachten Transponder, bei dem die Zielstation ausgelesen wird, oder über ein Terminal, bei dem das Personal dem Containerwagen ein Ziel per Tastatur zuweist, erfolgen.

Das FTS wird über einen Leitrechner gesteuert, an dessen Arbeitsplatz auch eine ständige Online-Visualisierung der laufenden und abgeschlossenen Transporte erfolgt.

Die Spurführung erfolgt möglichst ohne feste Bodeninstallationen (z. B. Leitdrähte, bodenmontierte Magnetpillen zur Absolutortung), da die FTF mittels Laserscanner und odometrischen Daten navigieren können. Die Fahrzeuge vergleichen in der Regel den in ihrem Rechner abgespeicherten Kurs mit dem bei der individuellen Fahrt erkannten Kurs und dessen Gegebenheiten mittels sehr spezieller Scannersysteme. Diese Scanner dienen gleichzeitig dem Schutz gegenüber Personen, die ggfs. in den Fahrweg treten. Der Scanner bremst in einem solchen Falle das System ab bzw. bringt es zum Anhalten.

Die FTF können über entsprechend zu konfigurierende Schnittstellen mit Aufzügen und Türen selbständig „korrespondieren“, um diese nutzen (Aufzüge) bzw. durchfahren zu können (Türen).

Die Kommunikation zwischen den FTF und dem zentralen Steuerrechner erfolgt in der Regel über ein Datenfunksystem mit Netzwerktopologie.

Für die drahtlose Kommunikation ist bauseitig u. a. entlang des Fahrkurses ein flächendeckendes Funknetzwerk mit stationären Access-Points (AP) aufzubauen, das über ein Netzwerk mit dem Steuerrechner verbunden ist.

Wir können alle Ihre Fragestellungen rund um das Thema "FTS" beantworten und sehr gerne für Sie Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Fahrzeugberechnungen und die Planung, Ausschreibung und Bauleitung von Fahrerlosen Transportsystemen durchführen.

Können wir auch Sie entsprechend unterstützen?
Sprechen Sie uns doch einfach an!

Teamplan - Gesellschaft für
Planung und Organisation GmbH
Stuttgart HRB 380768
Geschäftsführer:
Martin Kern, Dipl.-Betriebswirt (FH)

Heerweg 8
72070 Tübingen
Telefon +49 (0)7071 977-0
Fax +49 (0)7071 977-160
info@teamplan.de
www.teamplan.de